Chronische Erschöpfung

Manfred van Treek – Viernheim In den letzten 20 bis 30 Jahren treten in der Bevölkerung entwickelter Länder zunehmend Krankheitszustände auf, die mit starker Schwäche, schneller Erschöpfbarkeit und verschiedenen weiteren Symptomen einhergehen. Eine ausgeprägte Verminderung der Aktivitäten gehört obligatorisch dazu. Die Patienten sind arbeitsunfähig und in ihren privaten Aktivitäten stark eingeschränkt. Im Jahre 2003 legte eine kanadische Arbeitsgruppe für diese als chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis (CFS/ME) bezeichnete Erkrankung anamnestische und diagnostische Kriterien fest, welche später zu „Internationalen Konsenskriterien“ erweitert wurden. Selbsttest von Fatigatio Unter den Suchwörtern „Konsenskriterien cfs fatigatio“ findet…

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ME – Internationale Konsenskriterien

Zusammenfassung Die Bezeichnung “Chronic Fatigue Syndrome“ (CFS) hat sich aufgrund des fehlenden Wissens um die verursachenden Faktoren und den Krankheitsprozess seit vielen Jahren hartnäckig gehalten. Angesichts neuerer Forschung und klinischer Erfahrung, die stark auf eine verbreitete Entzündung und eine multisystemische Neuropathologie hinweisen, ist es angemessener und richtiger, den Begriff „Myalgische Enzephalomyelitis“ (ME) zu verwenden, weil dieser auf eine zugrundeliegende Pathophysiologie hinweist. Er stimmt zudem mit der neurologischen Klassifikation des ME als ICD- G93.3 in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation überein. Dementsprechend ist ein Internationales Konsensgremium gebildet worden, dem…

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Neue Kriterien zur Erfassung von Fibromyalgie-Syndromen

Im Mai 2010 hat die ACR (American college of Rheumatology) neue Kriterien zur Diagnose des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) herausgegeben. Die bisherigen Kriterien sahen ein positives FMS, wenn definierter Druckschmerz bei mehr als 11 von 18 Schmerzpunkten (Tenderpoints) auftrat und ein großflächiger Schmerz (chronic widespread pain) in allen Körpervierteln mehr als 3 Monate bestand. Eine entzündliche, rheumatische Erkrankung musste ausgeschlossen sein. Die Untersuchung der Tenderpoints wird nicht mehr empfohlen, stattdessen stützt sich die Diagnosestellung ausschließlich auf die anamnestischen Angaben der Patienten. Das Fibromyalgie-Syndrom wird nach dieser Vorgehensweise in 3 Schritten diagnostiziert. Im…

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Fibromyalgie und Mitochondrien-Aktivität

Die Fibromyalgie ist eine schwere Erkrankung, für die die Schulmedizin keine Erklärungen und daher keine Therapien anbietet. Mitochondrien sind die Generatoren jeder Zelle Dort wird die Energie produziert, die jeder Mensch braucht. Auch der Zitronensäurezyklus und die ATP-Konversion – also die Energieerzeugung der Zelle – finden hier statt. Wenn die Mitochondrien allerdings nicht optimal funktionieren, entstehen zunehmende Schwächen und Beschwerden. Organe und Systeme, die besonders aktiv sind, sind davon folglich als erste betroffen, wie zum Beispiel  das Nervensystem und die Muskeln, da diese sehr reich an Mitochondrien sind. Mitochondrien-Aktivitäten können…

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Internationale Konsensleitlinie für Ärzte

Diese Leitlinie ist ein nicht gewinnorientiertes Lehrdokument. Zur Förderung eines besseren Verständnisses von ME sowie der internationalen Konsistenz bei der optimalen klinischen Diagnose und Therapie kann diese Broschüre heruntergeladen, auf Webseiten veröffentlicht und nachgedruckt werden, vorausgesetzt ALLE der nachfolgenden Bedingungen sind erfüllt: Entwicklung der Internationalen Konsensleitlinie für Myalgische Enzephalomyelitis (ME) In einem internationalen Konsensgremium, bestehend aus Ärzten, Forschern, Dozenten und einer unabhängigen Pädagogin, sind unterschiedliche Hintergründe, medizinische Fachgebiete und geographische Regionen vertreten. Insgesamt haben die Mitglieder des Gremiums: mehr als 50.000 Patienten mit ME diagnostiziert und/oder behandelt; mehr als 500…

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Diagnose von CFS

Für CFS gibt es in der klinischen Diagnostik bislang keinen spezifischen Test, so dass die Diagnose von erfahrenen Ärzten auf der Basis der klinischen Symptome gestellt wird. CFS ist ferner eine sogenannte Ausschlussdiagnose, da Erschöpfung auch ein Symptom vieler anderer Erkrankungen ist. Bevor die Diagnose CFS gestellt werden kann, müssen andere, mit Erschöpfungssymptomatik einhergehende, Erkrankungen ausgeschlossen worden und weitergehende Untersuchungen erfolgt sein bevor eine Vorstellung bei uns erfolgt. Hierzu zählen: Internistische Erkrankungen (CT/Röntgen Thorax, CT Abdomen, EKG/Echo, Labor: Blutbild, Leberwerte, Kreatinin, Elektrolyte, HbA1c, CRP, Ferritin) Chronische Infektionen (Hepatitis B/C, Borreliose, HIV) Endokrinologische…

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Einsatz von Thermografie

Thermographie – die einzige verfügbare Methode zur “Visualisierung” Ihrer Schmerzen. Ganz gleich, ob Ihre Schmerzen akut oder chronisch sind, kann die Thermografie Ihnen helfen, Antworten auf Ihr Schmerzproblem zu finden. Quelle zum weiterlesen: www.biomedizin-blog.de

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CellTrend GmbH > CFS-Diagnostik

Gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen, Universitätsmedizin Charite Berlin, hat CellTrend ein Testsystem für die Diagnostik des Chronique Fatigue Syndroms / Myalgische Enzephalomyelitis (CFS / ME) entwickelt und validiert. Die Ergebnisse wurden in Brain, Behavior, and Immunity publiziert (Löbel M., Scheibenbogen C. et al. 2015 Sep 20). Die Testkits (EIA zur quantitativen Bestimmung von anti-b1-adrenergen Rezeptor Antikörpern (#12600), EIA zur quantitativen Bestimmung von anti-b2-adrenergen Rezeptor Antikörpern (#12700), EIA zur quantitativen Bestimmung von anti-muskarinergen Acetylcholin Rezeptor 3 (M3)-Antikörpern (#15300), EIA zur quantitativen Bestimmung von anti-muskarinergen Acetylcholin Rezeptor 4 (M4)-Antikörpern (#15400)) stehen ab…

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Posturales Tachykardiesyndrom: In Deutschland bislang zu selten diagnostiziert

Die Kipptischtestung ermöglicht eine Differenzialdiagnose der orthostatischen Dysregulationen. Obwohl das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) besonders bei jüngeren Frauen eine häufige Variante der Kreislaufdysregulation darstellt, wird es in Deutschland noch zu selten diagnostiziert. POTS ist gekennzeichnet durch einen übermäßigen Pulsanstieg im Stehen bei kaum verändertem mittleren Blutdruck. Es treten Symptome der orthostatischen Intoleranz auf, die zum Hinsetzen oder Hinlegen zwingen. Die orthostatischen Beschwerden sind auf eine zunehmende Hyperventilationsneigung mit konsekutiver Hypokapnie und zerebraler Perfusionsminderung zurückzuführen. Ätiologisch liegt dem POTS eine Störung der sympathisch vermittelten peripheren Vasokonstriktion zugrunde, die im Stehen zu ausgeprägtem…

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