Neue Kriterien zur Erfassung von Fibromyalgie-Syndromen

Im Mai 2010 hat die ACR (American college of Rheumatology) neue Kriterien zur Diagnose des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) herausgegeben. Die bisherigen Kriterien sahen ein positives FMS, wenn definierter Druckschmerz bei mehr als 11 von 18 Schmerzpunkten (Tenderpoints) auftrat und ein großflächiger Schmerz (chronic widespread pain) in allen Körpervierteln mehr als 3 Monate bestand. Eine entzündliche, rheumatische Erkrankung musste ausgeschlossen sein. Die Untersuchung der Tenderpoints wird nicht mehr empfohlen, stattdessen stützt sich die Diagnosestellung ausschließlich auf die anamnestischen Angaben der Patienten. Das Fibromyalgie-Syndrom wird nach dieser Vorgehensweise in 3 Schritten diagnostiziert. Im ersten Teil werden 19 Körperabschnitte ausgewiesen, die Anzahl der schmerzhaften Zonen wird addiert. Es handelt sich hierbei um den Widespread-Pain-Index (WPI). Hier gibt der Patient an, in wie vielen Arealen er in der letzten Woche Schmerzen hatte. Der Wert kann zwischen 0 und 19 liegen.

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